Wildvogel in Not – was tun?

Spatzenfütterung - Foto Hans Günter Festl NABU Bad Lippspringe

Kreis Paderborn. Viele Anrufe gehen gerade in den Frühlings- und Sommermonaten beim NABU Paderborn ein. Besorgte Menschen berichten davon, einen Jungvogel entdeckt zu haben, der scheinbar von seinen Eltern verlassen wurde.

Missverstandene Hilfe

„Häufig beginnen hier die Fehler“, weiß Hans Günter Festl, Vogelkundler beim NABU Paderborn und Bad Lippspringe. Viele besorgte Helfende nehmen ihn womöglich mit nach Hause und suchen dann verzweifelt nach Hilfe.

Was hilft den Tieren?

„Wenn es sich um bereits gefiederte Vögel oder auch Nestflüchter (Enten, Blässhühner) handelt, die gesichtet werden, dann sollen sie einfach in Ruhe gelassen werden“, berichtet Festl. Diese brauchen keine Hilfe durch den Menschen. Es sei denn, sie befinden sich auf einer belebten Straße. Dann sollten sie vorsichtig unter ein Gebüsch in der Nähe gesetzt werden.

„Handelt es sich um einen nackten Jungvogel, welcher aus dem Nest gefallen ist, dann sollte man diesen am besten wieder ins Nest zurücksetzen. Falls das nicht möglich ist, kann das Tierheim hierfür kontaktiert und um Hilfe gebeten werden“, so Festl.

Und: Schaut gern auf die NABU-Website. Hier findet ihr Tipps zur richtigen Vorgehensweise bei verletzten Jungvögeln.


Weitere nützliche Informationen und Links

– Hilfreiche Broschüre: Wildvogelhilfe Leipzig – Hilfe für Vögel in Not
– Sehr gute und umfassende Website: www.wildvogelhilfe.org
Facebookgruppen (oft – aber auch nicht immer – schnelle und gute Hilfe)