Frühlingsfest im Zeichen von Klima- und Naturschutz

Frühlingsfest der Artenvielfalt 2026

SAVE THE DATE: So, 17. Mai, 11-17 Uhr, Prinzenpalais, Arminiuspark 11, Bad Lippspringe !!!

Bad Lippspringe. Wenn sich Naturfreunde, Familien und Engagierte zum Frühlingsfest des NABU Paderborn am Sonntag, 17. Mai, von 11 bis 17 Uhr am Prinzenpalais versammeln, steht in diesem Jahr ein besonderes Thema im Mittelpunkt: der Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas – und mittendrin ein prominenter Gast, der dafür seit Jahren leidenschaftlich eintritt: Ewald Lienen.

Der ehemalige Fußballprofi und langjährige Funktionär ist weit mehr als eine bekannte Persönlichkeit aus dem Sport. Lienen engagiert sich seit Jahrzehnten gesellschaftlich und hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend dem Klima- und Umweltschutz verschrieben. Als Klimabotschafter in Ostwestfalen-Lippe hält er Vorträge, führt Gruppen durch Umweltbildungsprojekte und setzt sich aktiv dafür ein, Menschen für nachhaltiges Handeln zu sensibilisieren.

Dabei spricht er Klartext: Wir müssen umdenken. Jetzt!, forderte Lienen bereits bei früheren Veranstaltungen – und betonte, dass etwa Aufforstung und bewusster Umgang mit Ressourcen entscheidende Bausteine im Kampf gegen den Klimawandel sind . Sein Ansatz: Klimaschutz muss verständlich, greifbar und emotional sein, damit er im Alltag ankommt.

Genau hier setzt auch das NABU-Frühlingsfest an. Neben Lienens Vortrag erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm mit Mitmach-Aktionen für Kinder, Infoständen rund um Natur- und Artenschutz sowie einem vielfältigen Angebot an Speisen und Getränken. „Ziel ist es, Wissen zu vermitteln – und gleichzeitig Freude an Natur und Gemeinschaft erlebbar zu machen“, sagt der erste Vorsitzende des NABU Paderborn Otmar Lüke.

Ein musikalisches Highlight folgt am Nachmittag: Bielefelder Musikerinnen und Musiker, die sich im Orchester des Wandels engagieren, geben ein Konzert unter freiem Himmel. Das Orchester des Wandels ist ein Verein, der seit 2020 Mitglieder zahlreicher deutscher Berufsorchester vereint, die sich gemeinsam für Klima-, Natur- und Artenschutz einsetzen. Mit besonderen Konzertformaten wollen sie die emotionale Kraft der Musik nutzen, um Menschen zu erreichen und zum Umdenken zu bewegen.

„So verbindet das Frühlingsfest Information, Engagement und Kultur auf inspirierende Weise“, erklärt Otmar Lüke das Konzept dieser NABU-Veranstaltung. „Es zeigt: Klima- und Artenschutz ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine gemeinsame Aufgabe die Menschen zusammenbringt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei zu sein und den Wandel aktiv mitzugestalten.“


Wir suchen engagierte Helferinnen und Helfer für unterschiedliche Aufgaben – sei es beim Auf- und Abbau, bei der Betreuung von Ständen oder als Ansprechperson für Besucherinnen und Besucher. Ebenso freuen wir uns sehr über Kuchenspenden für unser Fest: Selbstgebackene Leckereien tragen nicht nur zur gemütlichen Atmosphäre bei, sondern unterstützen auch unsere Vereinsarbeit.


Aktion „Mähfreier Mai“

Neben der Vorbereitung auf das Fest möchten wir die Gelegenheit nutzen, einen wichtigen Impuls zu geben: Artenvielfalt beginnt direkt vor der eigenen Haustür. Und deshalb: Macht mir bei der Aktion „Mähfreier Mai“. Es ist nämlich wirkungsvoll, den Rasen nicht ständig kurz zu mähen und stattdessen auch einmal wachsen zu lassen. Studien und Beobachtungen zeigen:

So kann sich eine Fläche entwickeln, wenn der Rasenmäher mal stehenbleibt. Foto: NABU
  • In einem kurz geschorenen Rasen finden sich oft nur sehr wenige Blütenpflanzen – damit fehlt vielen Insekten die Nahrungsgrundlage.
  • Lässt man den Rasen wachsen, können sich bis zu 10-mal mehr Blüten entwickeln – etwa von Klee, Löwenzahn oder Gänseblümchen.
  • Diese Blütenvielfalt führt dazu, dass sich die Zahl der bestäubenden Insekten deutlich erhöht: Untersuchungen zeigen, dass Wildbienen und Schmetterlinge auf extensiv gemähten Flächen um ein Mehrfaches häufiger vorkommen als auf intensiv gepflegten Rasenflächen.
  • Ein anschauliches Beispiel: In einem Vergleich von häufig gemähten und nur selten gemähten Flächen wurden auf den „wilderen“ Wiesen bis zu 5-mal mehr Insektenarten nachgewiesen.

Unser Wunsch ist es daher: Lasst uns gemeinsam nicht nur über Artenvielfalt sprechen, sondern sie aktiv fördern – im eigenen Garten, im Gespräch mit Nachbarinnen und Nachbarn und bei unserem gemeinsamen Fest.

Wenn ihr uns beim Fest unterstützen oder einen Kuchen beisteuern möchtet, freuen wir uns sehr über eine kurze Rückmeldung.

Vielen Dank für euer Engagement und eure Verbundenheit mit unserer Natur!

Herzliche Grüße im Namen des Vorstandes

Otmar Lüke und Jutta Steinmetz